Vorteil Holzbau

1. Wohngesundheit und Raumklima

Wir verbringen etwa 90% unseres modernen Lebens in geschlossenen Räumen. Unser Wohlbefinden hängt somit vom Raumklima ab, das sich in unserer „Einhausung“ einstellt.

Neben adäquater Haustechnik ist vor allem die richtige Materialwahl für behagliches Wohnen verantwortlich. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Materialien wie Holz, Holzfaser oder Kork auch bei normalen Raumtemperaturen als behaglich empfunden werden, andere hingegen, wie Beton oder Stein, werden erst bei Oberflächentemperaturen um 30°C als thermisch komfortabel empfunden.

Viren, Bakterien und Schimmelpilze bilden ein zunehmendes Gesundheitsrisiko: Holz ist antibakteriell und aufgrund seiner raumklimatischen Auswirkung für Allergiker besonders geeignet.

Holz besitzt die positiven Eigenschaften von Natürlichkeit, Wärme und Geborgenheit. Holz wirkt Klima regulierend, es speichert Wärme und Feuchtigkeit und es schützt uns in der warmen Jahreszeit vor Überhitzung.

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2. Hervorragende Ökobilanz – nachhaltiges Bauen

Die Ökobilanz eines Rohstoffs beschreibt seinen gesamten Lebenszyklus – von der Gewinnung über die Herstellung und Verarbeitung bis hin zur Nutzung und Entsorgung.

Holz ist der einzige Baustoff, der nur Wasser, Luft und Sonne zum Wachsen benötigt und in seinem CO2 Haushalt neutral ist, d.h. Holz kann schädliches CO2 aus der Luft aufnehmen und gibt dieses erst bei der Verfeuerung oder Verrottung wieder frei. Bei der Gewinnung von Holz werden nur geringe Emissionen freigesetzt und seine Verarbeitung ist auch ohne aufwändige Technik energieeffizient möglich. Im Vergleich dazu liegt der Gesamtenergieverbrauch der Ziegelbauweise um rund 75% höher. Dies rührt daher, dass Ziegel sehr hohe und lang anhaltende Brenntemperaturen benötigen, welche hauptsächlich durch fossile Brennstoffe erzeugt werden.

Holz ist niemals ein Abfallprodukt, sondern ist und bleibt ein Wertstoff; da wo mineralischer Bauschutt gesondert entsorgt und kostenintensiv recycelt werden muss, kann Holz problemlos wieder zu neuen Holzwerkstoffen verarbeitet oder auch nur als Brennstoff verwendet werden. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit steht der Baustoff Holz ganz oben. Heutzutage ist der jährliche Holznachwuchs weitaus höher als der Bedarf.

Wussten Sie, dass in Südtirols Wäldern ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz in nur einer Stunde wieder “nachwächst”?

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3. Hoher Wärmeschutz – wärmebrückenfreie Konstruktion

Holz zeichnet sich durch seine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit aus. In Kombination mit hochwertigen Dämmmaterialien kann im Vergleich zu anderen Werkstoffen die Dicke der Bauteile verringert werden, ohne dabei die geforderten Werte bezüglich Wärmeschutz zu verändern. Somit ist Holz Konstruktionsmaterial und Dämmstoff in einem. Zudem schafft die höhere Oberflächentemperatur von Holz im Vergleich zu anderen Baumaterialien ein behagliches Wohnklima.

Durch diese Eigenschaften sind auch die Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmebrücken im Holzbau weitaus geringer als im Mauerwerksbau. Wärmebrücken bezeichnen Bereiche in Bauteilen durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch andere. Die sorgfältige Beachtung aller Details ermöglicht es, zusammen mit den natürlichen Dämmeigenschaften des Holzes, nahezu wärmebrückenfrei zu konstruieren. Dadurch wird jedes Holzhaus automatisch ein KlimaHaus!

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4. Diffusionsoffene Bauweise – keine Baufeuchte

Im alltäglichen Wohnen erzeugen wir durch Kochen und Duschen oder auch andere Verdunstungsvorgänge viel Feuchtigkeit in der Raumluft. Durchdringt dieser Wasserdampf poröse Baustoffe von der warmen zur kalten Seite, spricht man von Diffusion.

Holz wirkt feuchteregulierend, d.h. es nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Durch diese hygroskopischen Eigenschaften ist Holz bestens für die diffusionsoffene Bauweise geeignet. Zusammen mit geeigneten Dämmmaterialien und richtig angeordneten Funktionsschichten kann so die Entstehung von schädlichem Kondenswasser innerhalb eines Bauteiles vermieden werden. Die luft- und winddichte Ausführung der Gebäudehülle ist von größter Bedeutung, da sonst der Feuchteeintrag um ein Vielfaches höher liegen würde. Auch werden verbrauchte Luft, also Schadstoffe, und Gerüche aufgenommen und nach Außen abgeleitet.

Im Vergleich zum Mauerwerksbau mit hoher Baufeuchte kann durch die diffusionsoffene Holzbauweise die Gefahr von Schimmelpilzbildung und folglich die Gefährdung von Gesundheit und Bausubstanz erheblich reduziert werden.

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5. Hohe Stand- und Erdbebensicherheit

Dank der neuen europäischen Normen können Holzbauten sehr realitätsnah berechnet werden. Bauen in erdbebengefährdeten Gebieten kann somit sicherer gestaltet werden. Uralte Verbundbauten aus Holz und Stein haben gezeigt, dass sie auch ein Jahrhunderterdbeben ohne Schäden überstehen können.

Bauteile aus Holz zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei kurzfristigen Beanspruchungen wie Erdbeben oder Windbelastungen hoch tragfähig sind. Holz und Holzwerkstoffe werden in der Regel durch nachgiebige Verbindungsmittel zusammengefügt. Diese verformen sich im Falle seismologischer Aktivität und geben dem Gebäude dank ihrer Duktilität eine hohe Widerstandsfähigkeit. Die geringere Masse von Holzhäusern im Vergleich zu Mauerwerksbauten erzeugt bei bebender Erde entsprechend geringere einwirkende Kräfte. Das Verhältnis von Festigkeit zu Eigengewicht ist bei Holzhäusern nahezu ideal.

Holz verfügt außerdem über sehr hohe Sicherheitsreserven, die im Katastrophenfall zusätzlichen Schutz bieten.

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6. Sehr kurze Bauzeiten aufgrund Vorfertigung - Trockenbau

Bei der Vorfertigung von großformatigen und leichten Wand- und Deckenelementen hat Holz im Vergleich zu anderen Baustoffen eindeutig die Nase vorne.
Durch die perfekte Ausbildung aller Anschlussteile kann auf diese Weise ein Holzhaus samt Dach innerhalb von wenigen Tagen errichtet werden. Dadurch verkürzt sich der Finanzierungszeitraum des Bauherrn deutlich. Witterungsunabhängigkeit und gleichbleibende Arbeitsbedingungen im Werk ermöglichen eine stetige Steigerung der Produktqualität und vereinfachen die Qualitätssicherung erheblich. Im Gegensatz zu den meisten mineralischen Baustoffen entfallen beim Bau eines Holzhauses lange Ausschalfristen und erforderliche Trockenzeiten. Jedes Holzhaus ist unmittelbar nach dessen Errichtung bezugsfertig!

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7. Erhöhte Schallschutzanforderungen

In unserer hektischen Welt, in der Lärm allgegenwärtig ist, steigt das Ruhebedürfnis der Menschen. Deshalb werden immer höhere Anforderungen an den Schallschutz gestellt.

Wände müssen diesbezüglich nicht immer dick und massiv sein. Der moderne Holzbau kombiniert intelligent mehrschalige Konstruktionen mit hohlraumdämpfenden Materialien. Das Prinzip der schalltechnischen Entkoppelung und gut durchdachte Anschlussdetails ermöglichen es sogar hohe Schallschutzanforderungen einzuhalten. Somit können Holzhäuser bei geringeren Abmessungen und geringerer Masse einen gleich guten Schutz gegen Luftschall erreichen wie Gebäude im Mauerwerksbau. Trittschalleinflüsse können durch mehrschichtige Bodenaufbauten und abgehängte Decken erheblich begrenzt werden.

Bei frühzeitiger Berücksichtigung von Aspekten wie Orientierung des Gebäudes, durchdachte Raumplanung, Trennung von Ruhe- und Geräuschräumen, kann ein Holzhaus eine wahre Oase der Ruhe und Geborgenheit sein.

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8. Brandschutz durch gezielte Materialwahl

Die Feuergefährlichkeit des Holzes ist in manchen Köpfen bereits zu einer fixen Idee geworden. Dabei hat es bei Feuer gegenüber anderen Baustoffen sogar Vorteile. Es ist allgemein bekannt, dass Holz nur in sehr kleinteiligen Maßen leicht entflammbar ist. Holzkonstruktionen sind im Allgemeinen aber alles andere als kleinteilig! In den meisten Fällen brennt ohnehin zuerst die Inneneinrichtung, also Teppiche, Möbel und Vorhänge. Es gibt hier keine Unterschiede zum Mauerwerksbau.

Die geringe Wärmeleitfähigkeit des Holzes bewirkt im Brandfall, dass sich durch austretendes Wasser eine schützende Kohleschicht bildet. Diese schützt ihrerseits das darunter liegende tragende Holz vom Feuer. Ein weiterer Vorteil des Holzes im Brandfall ist seine Fähigkeit, den Verlust der Tragfähigkeit durch vorzeitiges Knarren und Knacken zu signalisieren. Eine Konstruktion aus Metall versagt unberechenbar und plötzlich. Brennendes Holz verformt sich nicht wie beispielsweise Stahl. Außerdem tropft es nicht wie es bei Kunststoffen der Fall sein kann. Somit kann die Flucht aus einem brennenden Gebäude ohne weitere Gefahrenquellen ermöglicht werden.

Dies haben auch die renommierten Versicherungsanbieter erkannt und bieten daher für Holzhäuser dieselben Versicherungsprämien wie für den Mauerwerksbau an. Selbst Feuerwehrmänner haben heute keine Bedenken mehr, sich ein Eigenheim in Holzbauweise zu verwirklichen.

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9. Dauerhaftigkeit und Instandhaltung

Die Vermutung, ein Holzhaus sei nicht von derselben Dauerhaftigkeit wie eines in Mauerwerk, ist heute in vielen Köpfen verankert. Dabei beweisen die vielen Fachwerkgebäude in den nordeuropäischen Ländern und der Millionenbestand an Holzhäusern in den USA genau das Gegenteil.
Die Dauerhaftigkeit von Holzbauten ist laut technischen Vorschriften und Bestimmungen auf 50 Jahren ausgelegt. Die Erfahrung zeigt aber, dass Gebäude aus Holz, die über einen Zeitraum von 50 Jahren standsicher waren, es locker auch noch auf weitere 50 Jahre schaffen. Allerdings ist eine Standsicherheit bis in alle Ewigkeiten gar nicht erstrebenswert, weil sich unsere Lebensstandards, die ökologischen Aspekte, oder einfach gesagt die Mode rasant entwickelt und verändert.
Durch die ständige Weiterentwicklung und Forschung im Sektor Holzbau kann man heute auch die größte Gefährdung des Holzes, das Wasser, mit technischen Lösungen leicht abwenden. Das garantiert eine Wertbeständigkeit über viele Jahre hinweg.

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